Wir sind Anwohner der Güterumgehungsbahn Hannover im Westen der Stadt. In 2012 haben wir uns zur Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Wir haben Unterschriften gesammelt, Verantwortliche bei der Deutschen Bahn, Politiker auf Stadtbezirks-, Stadt-, Land-, Bundes- und EU-Ebene angeschrieben, der Presse Interviews gegeben, Veranstaltungen durchgeführt. Bisher haben wir noch keine Lärmminderung erreicht, aber wir bleiben am Ball!

Unsere Trasse gilt als Bestand, deshalb zieht sich die Deutsche Bahn  vor weiteren Lärmschutzmaßnahmen mit dem Argument zurück, alle freiwilligen Maßnahmen seien ausgeschöpft. An der Güterumgehungsbahn steht abschnittsweise sogar die erste in der BRD erbaute Lärmschutzwand an einer Güterbahnlinie. Doch leider ist der Effekt sehr gering. Nach unserer Erfahrung  mindert es den Lärm tatsächlich etwas, wenn "glattes Rad auf glatter Schiene" fährt und die 100-jährigen Bahnbrücken nach Lärmschutzgesichtspunkten saniert werden. In den nächsten Jahren sollen 4 Bahnbrücken im Stadtbezirk 1:1 erneuert werden – also ohne weitere Lärmschutzmaßnahmen! Wir fordern die Anwendung aller technischen Möglichkeiten. Das muss auf europäischer Ebene passieren und auch private Speditionen als Waggonbesitzer betreffen, da auf dem deutschen Schienennetz und auch bei uns hier auf der Güterumgehungsbahn Waggons, Loks und Personal aus ganz Europa fahren.
Wir sind dafür, dass Güter auf der Schiene transportiert werden - aber bitte leise!

Gemeinsam für eine leisere Umwelt

ViSdP.: BUND Region Hannover,  Goebenstr. 3a, 30161 Hannover , bund.hannover@bund.net , www.bund-hannover.de
Resolution gegen Bahnlärm in Hannover verabschiedet am 22. Oktober 2013 , unterstützt von der BI gegen Schienenlärm Hannover West; als Unterschriftenliste verwendet .
Wir Bürger/Innen von Hannover fordern von den verantwortlichen Bundesbehörden, der DB AG und den anderen Bahnunternehmen:
1. dass unser Grundrecht auf Gesundheitsschutz gemäß Artikel 2 Abs. 2 GG nicht länger verletzt wird, indem zumindest1 die höchstrichterlich anerkannten Grenzwerte einer durchschnittlichen Lärmbelastung von 60 Dezibel (A) in der Nacht umgehend eingehalten werden.
2. dass alle notwendigen technischen und administrativen Maßnahmen zur Lärmreduktion ohne weiteren Verzug umgesetzt werden, insbesondere… dass auf ein weiteres „Schönrechnen“ der tatsächlichen Lärmbelastung durch den pauschalen Belastungsabzug in Höhe von 5 Dezibel
durch den sog. „Schienenbonus“ ab sofort verzichtet wird, dass kumulative Lärmbelastungen aus anderen Quellen bei der Bewertung der Gesamtlärmbelastung nicht weiter ignoriert, sondern
einbezogen werden, dass das zuständige Eisenbahnbundesamt DB-Netz umgehend veranlasst, an zu lauten Streckenabschnitten Geschwindigkeitsbegrenzungen vorzugeben, bis die gesundheitsgefährdende Lärmbelastung durch technische Maßnahmen wie z. B. leisere Bremssysteme, Lärmabsorber und Lärmschutzwände im Streckenetz wirksam reduziert ist,
dass umgehend ein verbindlicher Umrüstplan für alle lauten Güterzüge vorgelegt wird,
dass umgehend wirksame lärmabhängige Trassenpreise eingeführt werden,
dass für laute Güter- oder Personenzüge nach Ablauf zumutbarer Sanierungszeiten (drei bis fünf Jahren) Fahrverbote verhängt werden, dass Fahrzeugneubestellungen ab sofort nur noch gemäß dem Stand der Lärmvermeidungstechnik erfolgen.
3. Die bisherige Missachtung des grundrechtlichen Eigentumsschutzes infolge der lärmbedingten Wertminderung von Grundstücken und Immobilien entlang verlärmter Bahntrassen ist durch ein solches Maßnahmebündel zu beenden.
4. Zur Durchsetzung unserer berechtigten Interessen fordern wir die Stadt Hannover auf:
a) ihre Möglichkeiten in der Lärmaktionsplanung gemäß § 47 d Bundesimmissionsschutzgesetz für eine ausreichend wirksame Lärmreduktion
zu nutzen,
b) Bürger/Innen bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Interessen ggf. auch auf dem Rechtswege zu unterstützen.

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1 Die Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung gehen hier deutlich weiter: So nehmen bereits die gesundheitlichen Risiken bei einer durchschnittlichen Lärmbelastung
von 55 Dezibel nachts zu.
2 Von dem geltenden Modell geht ein zu geringer Anreiz für eine schnelle Lärmsanierung aus.

Wer wir sind

Wir möchten dass alle Anlieger der Güterumgehungsbahn in den Stadtteilen Badenstedt, Davenstedt und Ahlem den bestmöglichen Lärmschutz erhalten.

Wir mischen uns ein, beziehen Position, vermitteln Informationen !

Am 27.4.2016 fand wieder der Tag gegen den Lärm statt. Wir haben Flyer vor einem Einkaufszentrum im Stadtteil  verteilt.


Bundesverkehrswegeplan 2030 – Bürger konnten bis 2.Mai 2016 Meinungen/ Einspruch zu erheben: http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bundesverkehrswegeplan2030/bundesverkehrswegeplan2030_node.html



Nächstes Treffen der Bürger-Initiative:

Die BI gegen Schienenlärm Hannover-West trifft sich das nächste Mal nach den Sommerferien am

Donnerstag, 11. August 2016 um 19:30 Uhr im Kulturtreff Plantage in Hannover-Badenstedt. 

 

 Adresse: Kulturgemeinschaft Hannover- West, Plantagenstraße 22, 30455 Hannover

Falls die Tür verschlossen ist, bitte klingeln.